#025 Wie bekomme ich meine vielen Gedanken den Griff?

Podcast

Teilen hilft "heilen":

Und wie schaffe ich es, negative Gedanken in positive Gedanken zu verändern?

Grübeln? Sorgen? Probleme wälzen? Ärger über Situationen aus der Vergangenheit? Oder Dir gehen bestimmte Gespräche mit anderen Personen nicht aus dem Kopf…
Du fühlst Dich dadurch auch jetzt immer noch verärgert, wütend oder enttäuscht?

Kennst Du das auch? Du bekommst das “Geplapper” in Deinem Kopf nicht ruhig? Ständig drehst Du Dich gedanklich im Kreis? Du kannst Deine Gedanken schon nicht mehr hören, versuchst diese wegzuschieben…. sofort sind diese wieder da.

Dein Kopf ist ständig voll an Gedanken? Du hast das Gefühl, dass Dein Kopf immerzu arbeitet, kaum still steht und Deine Gedanken nicht zur Ruhe kommen?
Das ist auf Dauer sehr anstrengend und ermüdend.

Was also tun? Du fragst dich, wie Du Deine vielen Gedanken in den Griff bekommst?

Wenn es Dir auch so ergeht, dann erfährst Du in dieser Podcast-Folge:

  • Warum es wichtig ist, zu erkennen, um welche Art von Gedanken es sich handelt.
  • Welche 4 verschiedenen Varianten von Gedanken es gibt.
  • Welche Vorgehensweise zum Umgang mit diesen Gedanken zu welcher Gedankenart sinnvoll ist.
  • Was Du konkret tun kannst, um mehr Ruhe, Ordnung und Klarheit in Deine Gedanken zu bringen.
  • Wie Du es wirklich schaffst, ungewünschte Gedanken abzustoppen und stattdessen in die gewünschte, hilfreiche und positive Richtung zu lenken.

Hier direkt anhören:


Gedanken unter Kontrolle bekommen

Mit ein paar einfachen Übungen kannst du lernen, wieder mehr Kontrolle über Deine Gedanken zu bekommen.

Es gibt verschiedene Arten von Gedanken, mit denen Du unterschiedlich umgehen musst. Finde daher zunächst heraus, welche Art von Gedanken Du denkst.

1. Gedanken, die nach Lösungen für ein aktuelles Problem oder eine aktuelle Herausforderung suchen

Sind es Gedanken, die nach einer Lösung für ein aktuelles Thema suchen? Dann benötigst Du ja eine Lösung für dein Problem und aus diesem Grund macht sich Dein Kopf Gedanken darüber, weil er Dir dabei helfen möchte.

Es ist also nicht die richtige Strategie, diese Gedanken jetzt loswerden zu wollen, wegzudrücken und damit zu verdrängen. Damit Du jedoch nicht tagelang darüber nachdenkst und trotzdem zu keiner Lösung kommst, kürzt Du die Lösungsfindung am besten ab. Es geht ja darum, dass Dein Kopf eine Lösung möchte – unterstütze ihn daher bei der Suche.

Übung:

Nimm Dir 30 Minuten Zeit und setze Dich mit einem Blatt Papier hin. Ziehe in der Mitte des Blattes einen senkrechten Strich und teile diese Seite somit in 2 Spalten. Links schreibst Du nun auf, was Dich bewegt: Halte alle Fragen, Befürchtungen, Sorgen und das Thema, zu dem Dein Kopf eine Lösung sucht, fest.

In der rechten Spalte suchst Du anschließend zu jedem Punkt, der links steht, eine Lösungsidee. Notiere dazu alles, was Dir einfällt. Auch wenn Dein Kopf womöglich sagt, dass das so nicht geht oder nicht realistisch, zu groß usw. ist – notiere diese Lösungen trotzdem, um Deinen kreativen Lösungsfluss im Kopf nicht zu unterbrechen.

Es kann immer passieren, dass Du keine guten Lösungen findest. Dann hole Dir Unterstützung! Suche den Rat eines Freundes oder einer Freundin – am besten von einer Person, von der Du weißt, dass sie ganz bestimmt eine Lösung, Antwort oder eine gute Idee für Dich parat hat. Alternativ kannst du dieses Thema mit einem Coach klären, der Dir dabei hilft, Deine eigene Lösung und Klarheit für Dich zu finden.

2. Ungeklärte Grundkonflikte oder Ängste aus der Vergangenheit, die Du in die Zukunft überträgst

Viele von uns haben Themen aus der Kindheit, z.B. weil Du als Mädchen früher benachteiligt und ein Bruder bevorzugt wurde. Dann kann es auch als Erwachsene noch sein, dass Du Dich immer wieder darüber aufregst, wenn Du das Gefühl hast, benachteiligt zu werden. In diesem Fall werden in ähnlichen Situationen Ängste durch die Gefühle aus der Vergangenheit reaktiviert und gedanklich immer wieder neu mit den passenden Emotionen „aufgewärmt“.

Es kann auch eine gewisse Grundangst bestehen, die auf zukünftige, angstbesetzte Situationen projiziert wird, sodass die Gedanken immer wieder darüber nachdenken, was in Zukunft alles wieder „passieren“ kann.

Solltest Du erkennen, dass Dir alte Themen immer wieder in neuen Facetten durch den Kopf gehen, Du Dir über dieselben Verletzungen viele Gedanken machst und dabei diese alten Gefühle immer wieder neu durchlebst – dann rate ich Dir, diese Grundkonflikte mit einem Therapeuten oder Coach aufzuarbeiten und zu heilen. Erst dann wirst Du wirklich inneren Frieden in Dir und auch in Deinen Gedanken finden. Die Gedanken nur wegzuschieben ist in diesem Fall reine „Verdrängung“ und wird auf Dauer nicht gelingen. Früher oder später holen uns diese Themen wieder ein.

3. Gedanken, die zur Gewohnheit wurden  

Ein weiterer Grund für viele Gedanken ist, dass diese zur Routine wurden. Du hast Dir irgendwann angewöhnt, worüber Du Dir ständig Gedanken machst.

Übung:

Schreibe auf, welche Gedanken Du verändern möchtest. Nimm auch hierfür am besten ein Blatt Papier und ziehe in der Mitte einen senkrechten Strich.

In der linken Spalte schreibst Du die Überschrift: „Negative Gedanken, die Angst, Stress, Druck oder andere Emotionen verursachen“. Und in die rechte Spalte schreibst Du „Positive und hilfreiche Gedanken“.

Dann notierst du links alle negativen Gedanken und Glaubenssätze, die Du gerne verändern möchtest. Suche anschließend zu jedem Satz einen neuen, positiven und hilfreichen Gedanken, den Du dann entsprechend in der rechten Spalte notierst.

Durch diese Übung kannst Du Deinem Gehirn beibringen, andere, hilfreichere Gedanken zu denken. Dazu solltest Du Dir vorab überlegen, welche Gedanken oder worüber es stattdessen nachdenken soll. Dann kannst Du Deinem Gehirn eine klare Arbeitsanweisung geben, was es tun soll:

Stop – diese Gedanken sind nicht hilfreich und bringen mich nicht weiter. Stop – höre auf, diese Gedanken jetzt weiter zu denken.

Du kannst Dir auch innerlich sagen, dass Du diese ab sofort “löschen” möchtest. Diesen Löschvorgang wirst Du immer wieder konsequent durchführen. So lange bis Dein Gehirn kapiert hat, dass Du es tatsächlich Ernst damit meinst.

Das Gehirn ist wie ein Kind, dem schnell “langweilig” ist und daher möchte es immer denken = “spielen”. Jetzt hast Du im vorherigen Schritt zu ihm gesagt, dass es nicht mehr mit den alten Gedanken “spielen” darf. Wenn Du einem Kind kein neues Spielzeug gibst, was wird es dann tun, wenn ihm langweilig ist? Solange das “alte” Spielzeug noch in greifbarer Nähe ist, wird es beginnen, wieder damit zu spielen.

Genauso macht es Dein Gehirn. Wenn Du nicht bewusst beauftragst, welche neuen Gedanken oder über welches neue Thema es statt der nicht gewünschten Gedanken nachdenken soll, wird sich das Gehirn gleich wieder mit den “alten” Gedanken beschäftigen. Diese sind naheliegend und noch Gewohnheit, sodass diese gleich wieder aufgegriffen werden. Dein Gehirn möchte ja immer noch denken.

Aus diesem Grund ist es ganz wichtig, dem Gehirn bewusst zu sagen, worüber es nun wirklich nachdenken soll. Welche Gedanken und welche Themen also wirklich bewusst gewünscht sind.

Es kann sein, dass die Gedanken am Anfang hin- und herspringen. Das passiert, wenn Du versuchst, die gewünschten, neuen Gedanken zu denken, und plötzlich bemerkst, dass Du wieder in die alten, unerwünschten Gedanken abgetriftet bist. Das ist völlig normal. Wiederhole dann einfach Schritt Eins (Stopp und Löschen) und Schritt Zwei (Gewünschte Gedanken) immer wieder.

4. Fehlende Fokussierung

Dein Gehirn möchte die Welt immer so komplett wie möglich wahrnehmen. Wenn aber viele Reize auf dich einwirken oder Du viele Dinge auf einmal wahrnimmst oder tust, kannst Du nicht bei einem Thema bleiben. Unser Geist hat daher gelernt, immer wieder gedanklich von einem Gedanken zum nächsten zu “hüpfen”.

Übung:

Lerne durch Achtsamkeit, wieder ganz bewusst gedanklich bei dem zu bleiben, was Du gerade tust. Stoppe auch hier Deine Gedanken ab, wenn diese schon wieder bei der nächsten Aufgabe, beim nächsten Termin, usw. sind.

Natürlich ist es zwischendurch auch wichtig, gedanklich etwas vorausschauend zu sein und Dir einen Überblick über die Aufgaben und Termine des Tages oder der Woche zu verschaffen. Mache auch dies ganz bewusst, und dann komme genauso bewusst wieder mit Deinen Gedanken ins Hier und Jetzt.

Sehr hilfreich, um seine Gedanken zu fokussieren, ist auch Meditation: Zu Beginn reicht es völlig aus, wenn Du nur 3 Minuten Zeit dafür nutzt – es müssen nicht gleich 20 oder 30 Minuten sein.

Es gibt viele Arten von Meditation. Hilfreich ist es, sich zunächst einfach nur auf das eigene Atmen zu konzentrieren. Du kannst Geist und Gedanken damit beauftragen, dabei “zuzuschauen”, wie Du ein- und ausatmest. Wie sich dabei Deine Bauchdecke hebt und senkt…

Dabei bleibst Du wachsam. Und immer, wenn Du bemerkst, dass Deine Gedanken “abhauen” (was ganz normal ist, also bleibe gelassen), lenkst Du die Gedanken und Deine Aufmerksamkeit wieder zurück zu Deinem Atem. Wiederhole diesen Vorgang immer wieder. Mit der Zeit und etwas Übung kannst du die Meditation dann langsam immer ein paar Minuten verlängern.

Meditation ist das beste Training, um:

  • Deine unruhigen Gedanken zu beruhigen
  • zu lernen, die eigenen Gedanken zu steuern und damit in die wirklich gewünschte Richtung zu lenken – anstatt dass diese machen dürfen, was sie wollen.

Shownotes

Einladung zum Urlaubs-Seminar:

Möchtest Du:

  • gezielt an „alten Blockaden“ arbeiten und „Verletzungen“ heilen?
  • alte Glaubenssätze, Beziehungsmuster, Stress- und Druckmacher verändern?
  • Dich selbst wieder mehr spüren und in Kontakt mit Dir und Deinen Bedürfnissen kommen?
  • Eine liebevolle Beziehung zu Dir, Deinem Inneren Kind und somit auch zu Deinem Umfeld (Partner, Eltern, Freunde etc) aufbauen oder diese verbessern?

Dann sei dabei bei dem einwöchigem Urlaubsseminar „MACH DICH FREI“ vom 19.07. bis 26.07.2020 in Andalusien!

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