Die 10 Schlüssel für eine erfüllte Partnerschaft

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Dieser Beitrag zum Thema Erfüllte Partnerschaft ist ursprünglich als Fachartikel in der Zeitschrift “Gesunde Medizin” erschienen. Zum In-Ruhe-Lesen oder als Gedächtnisstütze kannst Du den Artikel als PDF herunterladen und ausdrucken. Ich wünsche Dir viel Freude beim Lesen und Erfolg bei der Umsetzung!

 

Die 10 Schlüssel für eine erfüllte Partnerschaft

Wie können wir unsere Beziehung verbessern? Wie gewinnt unser Umgang miteinander an Qualität? Was Paare tun können, um ihre Beziehung zu stärken und die Liebe durch den Alltag zu retten, erfahren Sie in den “10 Schlüsseln für eine erfüllte Partnerschaft”.

Schlüssel 1:  Wertschätzung aussprechen

Im Gespräch mit Paaren zeigt sich an oberster Stelle sehr oft, dass beide die Anerkennung und Wertschätzung des Partners/der Partnerin vermissen. Ein Ausweg kann sein, ihr/ihm die Wertschätzung zukommen zu lassen, die man sich selbst mehr wünschen würde. Schließlich erntet jeder, was er sät. Dabei ist es hilfreich, sich zu fragen: “Was Liebe ich an ihr/ihm?, Wofür bin ich dankbar?, Was macht er/sie für mich und was gelingt dabei gut?”

Schlüssel 2: Den 1. Schritt tun

Oft scheitern Veränderungen, weil jeder darauf wartet, dass der andere beginnt. “Er/Sie soll doch etwas verändern. Ich kann ja nichts dafür.” So oder ähnlich lauten die Aussagen beider. Um diesen Kreis zu durchbrechen, ist es zu empfehlen, dass sich die Parteien überlegen, was es bräuchte, um die Beziehung zu verbessern. Was möchte jeder zum Gelingen beitragen? Danach werden in einer ruhigen Atmosphäre die gegenseitigen Wünsche  vorgetragen, ohne diese zu kommentieren. Anschließend nennt jeder einen ersten Schritt, den er auf den anderen zugehen möchte. Ist dieser gefestigt, geht es gemeinsam an den nächsten Schritt.

Schlüssel 3: Partnerzeiten einräumen

Seit Kinder da sind oder der Beruf längere Arbeitszeiten erfordert, bleibt keine Zeit mehr für einander? Wer wartet, bis irgendwann einmal Zeit da ist, kann unter Umständen lange warten. Daher ist es sinnvoll, sich einen Abend pro Woche als gemeinsame “Beziehungszeit” fest einzuplanen. Erlaubt ist alles, was beiden Spaß und Freude bereitet: z.B. Kinobesuch, Essen gehen, gemeinsam Sport treiben oder ein Entspannungsprogramm durchführen. Tabu sind: Probleme, Erziehungsfragen und Beziehungsthemen.

Schlüssel 4: Freiräume lassen

Ebenso ist es wichtig, eine Auszeit für sich persönlich einzuplanen, um eigene Hobbys und Interessen zu pflegen. Dies tankt den Akku auf, man fühlt sich zufriedener und ausgeglichener. Die gemeinsame Zeit kann dann umso mehr genossen werden. Ein weiterer Effekt: Es gibt genügend Gesprächsstoff, da jeder von seinen Eindrücken und Erlebnissen erzählen kann.

Schlüssel 5: Sein Glück selbst in die Hand nehmen

Er geht beispielsweise mit Freunden zum Fussball. Sie würde lieber mit ihm einen Einkaufsbummel machen. Enttäuscht denkt sie: „Sein Hobby und die Freunde sind ihm wichtiger als ich! Wenn er mich wirklich liebt, würde er doch seine Zeit mit mir verbringen!“. Keiner kann erwarten, dass der Andere die Pflicht hat, ihn glücklich zu machen. Vielmehr geht es darum, sich selbst seine Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen. Besteht  beispielsweise Lust auf einen Einkaufsbummel – warum dann nicht gemeinsam mit einer Freundin, während er beim Fussball ist? Hinterher würden sich beide glücklich und zufrieden fühlen.

Tipps für glückliche Beziehung

Schlüssel 6: Keine Erwartungen haben

Ausgesprochene Hinweise wie “Du musst den Müll noch leeren” klingen oft wie ein Befehl. Auch Gedanken wie: “Mein(e) Mann/Frau sollte doch wissen, was ich brauche oder was zu tun ist.” stellen eine unbewusste Anforderung dar. Da Erwartungen unbewusst Druck ausüben, ist eine Erfüllung meistens von vornherein ausgeschlossen. Druck erzeugt innerlichen Gegendruck. Statt Erwartungen zu haben, ist es hilfreich, Klartext zu reden und offen sowie konkret seine Wünsche als Bitte zu formulieren. Wichtig dabei ist, dem Gegenüber die Wahl zu lassen, ob und wann diese Bitte erfüllt wird.

Schlüssel 7: Missverständnissen vorbeugen

Meist denkt jeder von sich, bereits deutlich gesagt zu haben, was er möchte und dass dies richtig verstanden wurde. Der Grundstein für ein Missverständnis ist gelegt. Doch wie können diese schon im Vorfeld vermieden werden? Hier hilft, noch deutlicher zu sagen, was man möchte. Zum einen ist es sinnvoll nachzufragen, ob eine Aussage richtig verstanden wurde. Zum anderen kann in eigenen Worten wiederholt werden, wie die Botschaft verstanden wurde. Folgende Fragen unterstützen dabei: “Was meinst du damit genau? Verstehe ich es richtig, dass..” Sind Missverständnis trotzdem entstanden, ist es sinnvoll, diese im Nachhinein zu klären.

Schlüssel 8: Feedback geben

Es gibt ein gutes Gefühl zu wissen, wo man gegenseitig steht. Dies gelingt, indem ausgesprochen wird, was positiv empfunden wurde. Komplimente und Lob sind dafür ebenfalls perfekt geeignet. Wurde etwas weniger gut empfunden, ist es wichtig, dies ebenfalls zur Sprache zu bringen und zu klären, wo und wie Verbesserungen möglich sind.

Schlüssel 9: Freude bereiten

Wie wäre es einmal, seine Liebe durch Taten auszudrücken und damit eine Freude zu machen? Eine alte Weisheit besagt: “Taten sagen mehr als tausend Worte.” Wirkungsvolle Liebesbotschaften sind: Zweisamkeit schenken, mit kleinen Geschenken überraschen (z.B. Blumen, Lieblings-CD, Konzertkarten), unaufgefordert Unterstützung und Hilfe anbieten, Leibspeise kochen.

Schlüssel 10: Alltagspflichten teilen

Die meisten Streitigkeiten entstehen durch Überlastung und dem Gefühl, dass die Alltagspflichten wie Haushalt, Kindererziehung und Beruf ungerecht aufgeteilt sind. Hier kann eine ganz bewusste Neuverteilung der Aufgaben helfen. Dabei legen alle Beteiligten gemeinsam fest: Welche Aufgaben fallen an? Welche Abläufe können vereinfacht werden? Wer übernimmt welchen Teil und bis wann?

 

Was tun, wenn es doch mal zum Streit kommt?

Hilfreiche Strategien für faires Streiten:

  1. Beim eigentlichen Thema bleiben: Keine neuen Punkte auf den “Tisch bringen” – nach dem Motto: “Was ich Dir schon immer mal sagen wollte…”
  2. Keine alten Geschichten aufwärmen: Dies verstärkt endlose Debatten und führt zu keiner Lösung. Was vorbei ist, ist vorbei.
  3. Zuhören und Verstehen: Statt Gegenargumente zu überlegen, genau hinhören: Worum geht es eigentlich? Was will er/sie mir sagen?
  4. In der Ich-Form sprechen: Die eigenen Gefühle und Wünsche zum Ausdruck bringen (z.B. “Ich empfinde, dass..”) anstatt Du-Vorwürfe (“z.B. Du machst nie…”)
  5. Verallgemeinerungen wie “immer, nie… ” vermeiden: Dies führt dazu, dass nach Beispielen gesucht werden, die beweisen, dass es eben nicht immer so war.
  6. Offene W-Fragen stellen: Fragen die mit “wer, was, wann, wie oder wo” beginnen, zeigen Interesse und helfen, mehr Verständnis aufzubauen.
  7. Redezeiten vereinbaren: Jeder hat etwa 10 Minuten Zeit, um seine Sichtweise zum Thema mitzuteilen, ohne dabei unterbrochen zu werden. Anschließend können Unklarheiten durch Rückfragen geklärt werden.
  8. Verbale Angriffe vermeiden: Sachlich am Thema bleiben und keine Äußerungen verwenden, die verletzen oder erniedrigen könnten.

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