Teilen hilft "heilen":

Aufregung, Nervosität und Lampenfieber vor neuen Situationen sind grundsätzlich normal. Dieses Grundgefühl grundsätzlich „weg zu bekommen“ ist nicht möglich. Im Gegenteil, gerade dieses Aufgeregtsein hilft Dir in höchster Konzentration und Aufmerksamkeit zu sein.

Es kann jedoch gut sein, dass unbewusste, weitere Ängste dazu führen, dass Situationen, in denen Du Dich und Deine Arbeit zeigen kannst, vermieden werden. Der „innere Schweinehund“ findet dann immer einen Grund, weshalb es gerade heute nicht der richtige Tag oder Zeitpunkt ist, sich dieser Situation zu stellen.

Wie Dir Deine Sichtbarkeit trotzdem gelingt und wie Du Deine Hemmungen im „Zaum“ halten kannst, anstatt Dich noch weiter unter Druck zu setzen und Dich damit zu stressen, das erfährst Du hier.

 

1. Tipp: Mache Dir Dein „Warum“ bewusst

Beantworte Dir dazu folgende Fragen:

  • Warum hast Du Dich selbstständig gemacht?
  • Welchen Mehrwert willst Du damit für andere Menschen stiften?
  • Welche Botschaft möchtest Du mit Deiner Sichtbarkeit in die Welt hinaustragen?

 

2. Tipp: Ein Schritt nach dem anderen

Oft scheitern wir daran, dass wir uns zu große Sichtbarkeits-Aufgaben setzen.

Ein Beispiel: Du möchtest über Dein Thema in den Sozialen Netzwerken mit einem persönlichen Video live gehen. Aber Du gehst es nicht an, weil Du befürchtest, Dich zu versprechen oder nicht mehr zu wissen, was Du sagen möchtest. Vielleicht auch, weil Du denkst, nicht perfekt genug zu sein.

Wenn es Dir auch so geht, dann setze Deine Hürde tiefer. Suche Dir eine leichtere Aufgabe: Anstatt mit Videos gleich live zu gehen, drehe eine kurzes Video mit einem Kurz-Tipp, dass Du erst dann veröffentlichst, wenn es für Dich passt. Oder beginne mit 15 Sekunden-Videos als Facebook Story oder Instagram Reel. Oder schreibe zunächst einen Beitrag und berichte darin über eine persönliche Geschichte, die zu Deinem Thema passt.

 

3. Tipp: Regelmäßigkeit und Übung macht den Meister: Wende das Prinzip der „Sportlichen Übung“ an

Damit Dein innerer „Angst-Hase“ nicht ständig neue Ausreden findet, weshalb er sich heute lieber weiter versteckt: Mache jeden Tag etwas, um Dich Deiner Sichtbarkeitshürde zu stellen. Und trainiere jeden Tag, mit einer kleinen Sache, Dich dieser Hürde zu stellen.

Am Anfang machst Du das nur für Dich. Das bedeutet, dass Du das Ergebnis gar nicht veröffentlichen musst.

Als Beispiel: Du drehst jeden Tag ein kurzes Video mit einem kleinen Tipp von Deiner Arbeit. Nur als Übung und Training für Dich. Damit wirst Du jeden Tag einen Schritt souveräner und die Situation wird für Dich vertrauter. Bis es schließlich fast schon „normal“ für Dich wird.

Wenn Du Dich damit sicher fühlst, dann kannst Du die reale Sichtbarkeits-Hürde mit Leichtigkeit überwinden und damit raus gehen.

Starte doch am besten gleich heute mit Deinem Training!

 

4. Tipp: Entwickle Deinen persönlichen Mut-Mach-Satz

Dein Mut-Mach-Satz ist eine Affirmation, die Dich bestärkt und motiviert. Gleichzeitig enthält der Satz auch die Gefühls-Wörter, die aussagen, wie Du Dich fühlen möchtest, wenn Du raus gehst, um Deine persönliche Sichtbarkeits-Hürde zu meistern.

Passe Deinen Mut-Mach-Satz individuell auf Deine Situation und Deine „Bedenken“ an, so dass diese damit entkräftigt werden.
Zum Beispiel: 

  • Ich bleibe bei mir – egal was andere von mir denken.
  • Es gibt Menschen, die genau das hören sollen, was ich heute zu sagen habe.
  • Ich bleibe ruhig und souverän.

 

5. Tipp: Gib Deinem inneren „Angst-Hasen“ einen neuen Namen

Schauspieler oder Künstler nennen ihre innere Aufregung vor einem Auftritt „Lampenfieber“. Die Symptome sind jedoch meist die Gleichen, wie bei einer Angst: z.B. innere Nervosität, verstärktes Schwitzen, Herzklopfen, flache Atmung, rote Flecken an Hals oder im Gesicht, vermehrter Toilettengang.

Doch sie nennen es nicht „Angst“ sondern „Lampenfieber“ und nehmen dadurch die Dramatik raus. Über „Lampenfieber“ zu sprechen, fällt außerdem leichter, als zu sagen: „Ich habe Angst auf die Bühne zu gehen“.

Welchen neuen Namen könnte Dein „innerer Angst-Hase“ bekommen?

Zum Beispiel:

  • Fallschirmspringer benennen ihre innere Angst vor dem Sprung als: Das ist mein „Kick“.
  • Manche sagen auch: Da ist wieder mein „Pumuckl“, der bloß wieder Schabernack macht.

Welcher neue Name fällt Dir nun spontan ein?

 

6. Tipp: Höre Deinen Lieblings-Power-Song

Nichts kann so schnell und so intensiv Emotionen hervorrufen wie Musik. Nutze diesen Effekt. Wähle bewusst einen Song aus, der Dich stärkt, Dir gute Laune macht und Dich am besten auch vom Text her sehr motiviert, Dich auf der „Sichtbarkeitsbühne“ zu zeigen.

Höre Deinen Power-Song ganz bewusst vor Deiner Sichtbarkeit und bringe Dich damit in die passende Stimmung.

 

7. Tipp: Tanze zu Deinem Power-Song

Bewegung baut Stresshormone und damit die erste große inneren Aufregung ab.

Wenn Du Dich mit Deinem Power-Song in eine gute Stimmung bringst, dann tanze dabei doch gleich mit. Anschließend wirst Du merken, dass Du innerlich nicht mehr so „kribbelig“ bist. Deine Körpersprache wird weniger nervös sein und Du zeigst Dich innerlich gleich viel ruhiger.

 

8. Tipp: Atme bei Aufregung mehrfach bewusst und tief durch

Tiefes Atmen bewirkt, dass die stressbedingte Denkblockade im Gehirn aufgelöst wird, Du weiterhin klar denken und das, was Du sagen möchtest, abrufen kannst.

So erzielst du diesen positiven Effekt:

  • atme tief ein und zähle dabei innerlich mindestens auf 4.
  • atme langsam und bewusst wieder auf 4 aus.

 

9. Tipp: Vermeide vorab extra Stress durch Zeitdruck

Plane Dir vor Deiner Sichtbarkeit ausreichend Zeit ein, wo Du Dich in Ruhe vorab nochmals innerlich sammeln kannst. Nutze diese Zeit für Deinen Power-Song, atme tief ein und und sage Dir nochmals Deinen Mut-Mach-Satz.

Anschließend gehst Du nochmals kurz den Einstieg durch, mit dem Du z.B. in einem Video oder bei einer Rede beginnen möchtest. Sei Dir sicher, mit welchen 2-3 Sätzen Du Dich zu Beginn zeigen und einsteigen möchtest. Das ist oft die größte Hürde. Hast Du erst einmal begonnen, fließt der Rest meist fast von selbst.

Die größte Hürde hast Du damit auf jeden Fall schon gemeistert. Nun kannst Du loslegen und Dich sichtbar zeigen. Viel Erfolg damit!

 

10. Tipp: Löse eventuelle, unbewusste innerliche Blockaden auf

Solltest Du trotz all dieser Tipps noch immer eine große Hemmung verspüren und Du die Sichtbarkeitshürde noch nicht nehmen können: Dann liegt meiner Erfahrung nach eine unbewusste, innere Blockade vor.

Vielleicht hast Du womöglich schon einmal eine negative Erfahrung in einer ähnlichen Situation gemacht, die Dir noch als emotionale Belastung im Wege steht.

Manchmal sind es aber auch negative Glaubenssätze wie z.B. Was denken denn die Anderen von mir?“, „Was ist, wenn ich mich blamiere und die Leute negativ von mir sprechen oder mich auslachen?“,

In diesem Fall ist es hilfreich, Dir professionelle Unterstützung zu holen, um diese unbewusste Blockade auf einer tieferen Ebene aufzulösen. Meist reichen dazu ein paar wenige Sitzungen und plötzlich klappt es, Deine Sichtbarkeitshürde mit Leichtigkeit anzugehen und zu überwinden.

 

Gerne unterstütze ich Dich dabei. Schreib mir einfach, um einen persönlichen und unverbindlichen Analyse-Termin mit mir zu vereinbaren. Dabei finden wir heraus, was Deine tieferliegende Hürde ist und welche Vorgehensweise dafür sinnvoll ist.

E-Mail: melanie@seidljester.com